Wedding-Story: Brigitte und Siegfried

Die erste Hochzeit - mit besonderen Rosen!

Meine erste Hochzeit, die ich organisieren durfte, fand am 14.06.2014 statt. Es war die Hochzeit einer sehr guten Freundin von mir.

Wir lernten uns in der Tanzschule kennen und nicht lange danach bekam sie ihren Heiratsantrag von ihrem lieben Mann Sigi. Ich kann mich noch gut erinnern, als sie mir das erzählte. Strahlend, mit leuchtenden Augen, meinte sie, es ginge zwar alles sehr schnell, aber sie habe ein sehr gutes Gefühl bei der Sache.

Ich wurde voller Freude gefragt, ob ich ihre Hochzeit  organisieren wolle.
Natürlich, was für eine Frage! Voller Begeisterung  stürzte ich mich in meine erste Hochzeit als „Wedding and other stories.“, natürlich nicht ganz ohne Schwierigkeiten.

Kurze Vorbereitungszeit, günstig, Ringsegnung im Freien - oh mein Gott!!!

Nachdem die Hochzeit recht kurzfristig stattfand – ich hatte 4 Monate Zeit für die Planung – war das Ganze natürlich nicht sehr einfach. Ansprüche wie eine Ringsegnung im Freien in Graz, eine nicht zu teure Location, ein schöner dekorativer Blumenschmuck – alles in einem gewissen finanziellen Rahmen – waren vorhanden, aber gerade noch machbar.
Es war eine ziemliche Herausforderung, einen Diakon zu finden, der a) Zeit hatte und b) bereit war, eine Ringsegnung im Freien abzuhalten.

Aber Alles in Allem verlief der große Tag hervorragend, sogar zeitlich fast auf die Minute genau. Was will man mehr als zufriedene Gesichter und ein ständiges Lächeln im Gesicht.

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Brautkleid als Tischdeko?

Eine lustige Anekdote vom Polterabend, zu dem ich eingeladen war, gibt es übrigens zu erzählen:
Nachdem ich mich gerne kreativ betätige, kam ich auf die Idee, aus den Resten des Brautkleides (es wurde in der Länge gekürzt) Stoffröschen für die Tischdekoration zu nähen. Nachdem das Brautkleid nicht ganz weiß, sondern schlamm- und cremefarben war, passten diese Farben wunderbar. Ein Wunsch der Braut war es, sowohl die Deko als auch die Hochzeitstorte auf ihr Kleid abzustimmen. Daher meine Idee, zu jedem Tischkärtchen ein Röschen anzufertigen, womit ich natürlich Stunden beschäftigt war. Es bereitete mir aber große Freude, zu sehen, dass ich Röschen für Röschen besser wurde.

Drei Tage vor der Hochzeit – eben an Brigittes Polterabend – fragte sie mich so nebenbei, ob sie den restlichen Stoff wieder haben könne, falls sie mal zunimmt! Im ersten Moment schaute ich recht verdutzt, denn ich hatte schlagartig das Bild von den Röschen vor Augen. Im nächsten Moment kompensierte ich meinen Schrecken mit einem Witz und meinte „ja, ja es liegt alles zu Hause“. In welcher Form, das habe ich ihr natürlich verschwiegen… Ich dachte mir nur „Ach du Schande, was mach’ ich denn jetzt“…beruhigte mich aber recht schnell, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass das Einnähen der besagten Stoffreste, um ein Kleid wieder weiter zu machen, möglich bzw. sinnvoll gewesen wäre

Der große Tag!

Samstags darauf war dann der große Tag. Der Empfang in Feldkirchen bei Graz verlief nach Plan, die Fahrt nach Graz prinzipiell auch. Abgesehen von der „lustigen“ Idee des Brautpaares, sich noch beim Merkur in Puntigam einen gekühlten Prosecco zu kaufen. Der Kofferraum der angemieteten Limousine ging nämlich nicht mehr auf und sie wollten unbedingt einen Prosecco während der Fahrt genießen – auch verständlich…

Der Zeitplan war dann in der Folge eine spannende Angelegenheit, weil noch zwei weitere Großveranstaltungen in Graz stattfanden – zwar zeitlich eingeplant, aber es war dann letztendlich doch alles recht knapp. Fünf Minuten vor der standesamtlichen Trauung waren wir beim Rathaus. (Puhhhh!)

Luftballone steigen lassen bei der Hochzeit von Brigitte und Siegfried

Einmal mehr wurde mir klar:
Eine perfekte Planung ist äußerst wichtig und jedes noch so kleine Detail gehört so gut wie möglich eingeplant.
Das „emotionale Zittern“ für mich ging weiter.
Es schauten immer wieder ein paar dichte Wolken um die Ecke und die an das Standesamt anschließende Ringsegnung fand zwar unter Dach – im Chinesischen Ringpavillon am Schlossberg – statt, trotzdem wäre ein Regen sehr ungünstig gewesen. Eine Luftballon-Überraschung war außerdem geplant und wir wünschten uns vom Wettergott ja nur, dass das Wetter für diese paar Stunden hält.

Plan B

Und wieder: mein Plan B war ganz wichtig, und wenn in diesem Fall auch nur für meine Nerven. Das Brautpaar war im ersten Augenblick nicht so begeistert, aber was ist, wenn der Wettergott nicht gnädig ist?
Wir bekamen noch den Sektempfang vor dem stimmungsvollen Schlossbergrestaurant und auch noch die Fotos unter Dach und Fach, bevor es dann tatsächlich zum Regnen – nein Schütten – anfing.

Ende gut, alles gut!

Dieser Tag wurde dann von mir sehr glücklich und zufrieden beendet, mit dem Gedanken: „Was für eine stimmungsvolle und gelungene Hochzeit!“ 
Es gibt mir wirklich sehr viel, wenn ich das Brautpaar, aber auch die Angehörigen und Gäste so entspannt, fröhlich und gerührt erleben darf…

Habe ich nicht einen genialen Job?

Ihre Tanja Faber

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